Presse

Gault Milleau

2002, 23.Ausgabe

(…),das Angebot beschränkt sich mehr oder weniger auf gebratenen und mit viel Knoblauch zubereiteten Mittelmeer-Fisch.Der ist hier allerdings von seltener Zartheit und Frische,aufwendige Saucen und Beilagen (es gibt Blattspinat und Kartoffeln) gehhen einem nicht ab.(…)

Die Presse
4. Juli 2003

(…) trendig-jung, geradlinige Küche, relaxte Atmosphäre: das Konoba, der Brüder Mijo und Andrija Radosevic.(…)

Der Standard, Rondo
7. Juli 2000

Esst mehr Knoblauch!
Fisch muss nicht immer roh sein und auf Reisbällchen liegen
Früher, als wir noch glaubten, dass Wolfsbarsch, Loup de Mer und Branzino drei verschiedene Tiere waren, und als es Fisch zwar jeden Freitag und in jedem Eckbeisl gab, dieser aber immer so eine komische Quaderform und knusprige Bröselhaut hatte, dafür aber weder Gräten noch Flossen, in dieser Zeit also ging man Fisch essen zum Kroaten. Ins legendäre Bodulo etwa, ins Ilija, ins Kornat, ins Ragusa, weil von diesen Restaurants wusste man, dass da immer irgendwer nächtens an die Adria fuhr, um am nächsten Tag mit einem Kofferraum voller Brassen, Barsche, Angler und Octopussen wieder da zu sein. So wurde es zumindest erzählt, und so glaubte man das bei der einen oder anderen Flasche Laski Rizling oder Dingac, bei fröhlicher Musik und durchdringendem Knoblaucharoma auch gerne. Im Zuge der Erschließung des Landes durch große Fischhandelsketten gerieten die Kroaten ein bisschen in den Schatten der Schwertfischcarpaccio- und Thunfisch- steak-Szene. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die neue Kunstfaser-Mode gar so krass auf die Rauchschwaden der am Grill gebrutzelten Knoblauchfische reagierte.
Ein kräftiges Lebenszeichen gab die dalmatinische Kulinarik jetzt aber in der Wiener Josefstadt wieder von sich: Die Brüder Ratosevic, die in der Lerchenfelderstraße das „Café Lerchenfeld“ betreiben, dehnten ihren Einflussbereich auf den angrenzenden Holland-Blumenmarkt aus. Der Blumen-Diskonter wurde mit einfachsten und daher authentischen Mitteln zu einer „Konoba“ – so heißen die unkomplizierten Fisch-Beisln an der dalmatinischen Küste – umgebaut und auch gleich so benannt. Weiße Wände, Bretterboden, massive Holztischchen, voluminöse Entlüftungsrohre an der Decke. Und vor allem eine offene Küche, die so offen ist, dass sie sich mitten im Lokal befindet und man es bis zum Tisch brutzeln hört.
Hauptdarsteller ist selbstverständlich der Fisch, Muscheln, Oktopus, Branzino und Goldbrasse liegen täglich in der Vitrine parat, was die zweimal pro Woche stattfindende Lieferung von der Adria sonst noch so ergibt, liest man auf der Kreidetafel über dem Grill oder erfährt es vom Ober. Die Fischsuppe (öS 45 / EURO 3,3) sieht zwar weniger spektakulär aus als bei den meisten In-Italienern, schmeckt aber auch ohne sperrigen Krustentier-Ballast und Lachs-Brocken überaus köstlich. Das dalmatinische Nationalgericht „Buzara“ – Miesmuscheln (auch Scampi oder anderes Seafood) in einer kräftigen Wein-Knoblauch-Olivenöl-Petersil-Sauce – wird hier mit Zwiebeln zubereitet, was die Sache sämiger macht, Vertreter der „Buzara absolut ohne Zwiebel“-Schule aber verstören dürfte. Als diesbezüglich neutraler Esser wird man damit keine Probleme haben und die hervorragende Sauce aus Muschelschalen schlürfen und mit Brot auftunken (öS 100 / EURO 7,3).
Branzino und Goldbrasse kommen obligatorisch mit Petersilkartoffeln, Zitronenvierteln, Blattspinat und jeder Menge Knoblauch auf den Tisch, beide Tiere trotz knusprig gebratener Haut von einer saftigen Zartheit, die einem den Gedanken nahelegt, dass es sich bei dieser Zubereitungsart wohl um die artgerechteste und beste handelt (öS 6 / EURO 0,43 pro dag). Dazu eine Flasche mildfruchtigen Zlahtina, und schon haben die Sinne den anfänglichen Schock der Moderne überwunden, man entdeckt die unvermeidlichen Adria-Aquarelle, man hört die melodischen Weisen, man riecht das Meer. Florian Holzer []
Konoba, Lerchenfelderstr. 66-68, 1080 Wien, Tel: 01 / 929 41 11,
konoba@chello.at, Mo-Fr 11-14, Mo-So 18-24

Einkaufen, Essen und Trinken
2004, Wiener Tourismusverband

(…)Einer der besten Plätze für die simple wie wunderbaren Kombinationen von frischem Fisch mit Knoblauch,Spinat und Kartoffeln.
(…)

Tafelspitz 2005

„Die Küche und der Wein sind typisch dalmatinisch, ebenso die Knoblauchdosis am Fisch.
Angenehm klar-reduziertes Ambiente, offene Brattküche. Kleine Vinothek, netter Schanigarten, kleiner Garten im Hof.“

Profil
28.01.2002

„Vom Blumenhandel zur Aquaristik ist es gar nicht so weit.Statt Tulpen und Orchideen tummeln sich im ehemaligen Blumengdiskontladen in der
Wiener Lerchenfelder Strasse seit einigen Monaten Oktopusse, Zahnbrassen, Seezungen und Meerwölfe in der Vitrinen, und es wäre gelogen,den Fischlein zu unterstellen,sie seien weniger frisch als seinerzeit die Schnittblumen(…)
(…)Den Petersfisch könnte man sich, mit der knusprigen Haut, dem idealen Garungspunkt, den feinen Petersilerdäpfeln und dem guten Blattspinat, kaum gelungener vorstellen. Dass das dalmatinische Verhältniss zu Knoblauch fast schon transsylvanisches ist, muss man allerdings entweder akzeptieren oder bei der Bestellung zu verhindern trachten.(…)

http://www.talkingcities.co.uk

„Konoba Lerchenfelderstraße 66-68, A-1080 Vienna, Tel: 929 41 11,
Website:    www.konoba.at, Tram 46, Open: 11am-2pm Mon-Fri, 6pm-midnight
Mon- Sat, Mastercard and Visa accepted
Splendid fish/seafood restaurant specialising in dishes from the Dalmatian coast. Solid wood tables, an open kitchen and a daily changing menu, combine to make this one of the best restaurants (of its kind) in Vienna. Hearty fare with solid Laski Rizling or Dingac wines to match. Oh, and singing (in the evening) is almost obligatory!

http://www.timeout.com

„Konoba,8, Lerchenfelder Strasse 66-68 (929 4111 / www.konoba.at). Tram 46.
Open 11am-2pm, 6pm-midnight Mon-Fri, Sun; 6pm-midnight Sat.
Main courses €5.80-€18.90.Credit MC, V.

Once again it’s down to the Croats to supply Vienna with affordable fish and seafood. In a pleasant setting of stripped-wood and po-mo ventilation ducts, Konoba imports a refreshing taste of the Dalmatian coast with dishes such as the hefty buzara – mussels in a potent wine, garlic, olive oil and parsley sauce. Garlic sometimes overpowers superbly grilled sea bass and bream, but the edge can be removed by downing plenty of fruity Dalmatian whites such as Laski Rizling and Dingac.